Vendor Managed Inventory: Bestand beim Kunden führen, mit Charge und Verfall
Freitagnachmittag, ein Hersteller ruft eine Charge zurück. Sie haben diese Charge an vierzehn Kliniken geliefert. Wie viele Packungen davon liegen dort noch im Schrank, und wer hat schon welche verbraucht? Wer das nur aus Lieferscheinen weiß, telefoniert bis Montag.
Vendor Managed Inventory dreht die Verantwortung um. Diese Seite erklärt das Verfahren und dann, was das VMI-Modul von BizBloqs dafür tut.
Was Vendor Managed Inventory bedeutet
Beim Vendor Managed Inventory, kurz VMI, auf Deutsch lieferantengesteuerter Bestand, steuert der Lieferant den Bestand seines Kunden. Die Ware gehört dem Kunden. Der Lieferant sieht aber, was dort liegt, und liefert nach, bevor es knapp wird. Der Kunde bestellt nicht mehr selbst; er verbraucht.
Für den Kunden heißt das weniger Bestellaufwand und keine leeren Fächer. Für den Lieferanten heißt es planbarere Nachlieferungen und eine engere Bindung. Beides funktioniert nur, wenn der Bestand beim Kunden stimmt. Und genau daran scheitern viele VMI-Vereinbarungen: Der Lieferant schätzt den Bestand aus seinen Lieferungen, statt ihn zu kennen.
VMI oder Konsignationslager: die Frage des Eigentums
Die beiden Verfahren werden oft verwechselt. Der Unterschied liegt beim Eigentum.
| Vendor Managed Inventory | Konsignationslager | |
|---|---|---|
| Wem gehört die Ware beim Kunden? | dem Kunden | dem Lieferanten, bis sie verbraucht wird |
| Was wird berechnet? | die Lieferung | nur, was verbraucht wurde |
| Wer steuert den Bestand? | der Lieferant | der Lieferant |
Gehört die Ware bis zum Verbrauch Ihnen, lesen Sie weiter unter Konsignationslager.
Was das VMI-Modul übernimmt
Das Lagerverwaltungssystem BizBloqs führt Ihr eigenes Lager. Das kostenpflichtige VMI-Modul führt zusätzlich den Bestand an den Standorten Ihrer Kunden.
Scanner beim Kunden. Sie geben Ihren Kunden Scanner. Wer etwas entnimmt oder einräumt, scannt es, mit Charge und Verfallsdatum. Daraus entsteht der Bestand je Kundenstandort, nicht aus Ihren Lieferscheinen.
Meldebestände. Für jeden Artikel und jeden Standort gibt es einen Meldebestand. Wird er unterschritten, sehen Sie es und liefern nach.
Warnungen vor dem Verfall. Die Plattform zeigt, welche Charge an welchem Standort bald abläuft, solange noch Zeit ist, sie zu tauschen oder zuerst zu verbrauchen.
Chargensperre. Eine gesperrte Charge kann an keinem Kundenstandort mehr verwendet werden. Bei einem Rückruf ist das der Unterschied zwischen einer Sperre und einer Telefonliste.
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Wo VMI mit Charge und Verfall zählt
Im Einsatz ist das Modul bei Lieferanten aus der Pharmabranche. Dort kommt alles zusammen: Ware mit Chargennummer und Verfallsdatum, viele kleine Standorte und die Pflicht, bei einem Rückruf schnell zu wissen, wo eine Charge liegt. Mehr zum Lager selbst unter Pharmalogistik.
Dasselbe Muster passt überall, wo ein Lieferant Verbrauchsmaterial beim Kunden betreut und Chargen eine Rolle spielen.
In welcher Stufe
In der Stufe KMU gibt es keine Module. In KMU+ kommt das VMI-Modul kostenpflichtig nach Bedarf dazu, zuzüglich der Konfiguration. In Enterprise sind alle Module enthalten, Sie zahlen die Konfiguration. Alle Module unter Funktionen.
Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Betrieb
Woher wissen Sie heute, wie viel von Ihrer Ware bei einem Kunden noch im Regal liegt?
Wie lange bräuchten Sie, um bei einem Rückruf jede betroffene Packung bei Ihren Kunden zu finden?
- Was ist Vendor Managed Inventory?
- Beim Vendor Managed Inventory, kurz VMI, steuert der Lieferant den Bestand seines Kunden. Die Ware gehört dem Kunden, aber der Lieferant sieht den Bestand und sorgt dafür, dass rechtzeitig nachgeliefert wird.
- Was ist der Unterschied zwischen VMI und Konsignationslager?
- Der Unterschied liegt beim Eigentum. Beim VMI gehört die Ware dem Kunden, der Lieferant steuert nur den Bestand. Im Konsignationslager gehört die Ware dem Lieferanten, bis sie verbraucht wird, und berechnet wird nur, was entnommen wurde.
- Wie sieht der Lieferant den Bestand beim Kunden?
- Der Lieferant gibt dem Kunden Scanner. Jede Entnahme und jeder Zugang wird dort mit Chargennummer und Verfallsdatum gescannt, und die Plattform führt daraus den Bestand je Kundenstandort.
- Was passiert bei einem Rückruf?
- Die betroffene Charge wird gesperrt. Ab dann kann sie an keinem Kundenstandort mehr verwendet werden, und der Lieferant sieht, wo noch Bestand davon liegt.