Lagerstruktur planen: Lagerbereiche, Lagerzonen und Lagerplätze sauber anlegen
Ein neuer Mitarbeiter soll Fach „B3“ nachfüllen. Es gibt aber ein B3 in Halle 1 und ein B3 im Kühlraum, und auf dem Etikett im Kühlraum steht „B-3“. Er nimmt das erste. Drei Tage später sucht die Kommissionierung einen halben Tag nach Joghurt bei den Schrauben.
Die Lagerstruktur entscheidet, ob ein Lager mit Scannern funktioniert. Diese Seite zeigt, wie Sie Lagerbereiche, Lagerzonen und Lagerplätze sinnvoll aufbauen und benennen, und dann, wie das in BizBloqs aussieht.
Die Lagerstruktur ist ein Baum
Jedes Lager lässt sich vom Großen ins Kleine gliedern: das Lager, darin Bereiche und Zonen, darin Gänge, darin Regalfelder und Ebenen, darin die Fächer. Das unterste Element ist der Lagerplatz, also der Ort, den der Mitarbeiter scannt.
Nicht jeder Ast muss gleich tief sein. Im Kleinteilelager braucht ein Fach vielleicht fünf Stufen bis zur Adresse. Im Blocklager für Paletten genügen zwei: Gang und Stellplatz. Eine Struktur, die überall gleich viele Stufen erzwingt, führt zu künstlichen Ebenen, die niemand braucht.
Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.
Lagerbereiche: nach Zweck und Zustand trennen
Lagerbereiche trennen Ware danach, was mit ihr passiert und ob sie verfügbar ist. Typisch sind:
- Wareneingang: angeliefert, noch nicht eingelagert
- Qualitätsprüfung oder Sperrbereich: eingegangen, aber noch nicht freigegeben
- Reservelager: volle Paletten und Kartons als Nachschub
- Kommissionierzone: Anbruch im Griffbereich, aus dem kommissioniert wird
- Packen und Warenausgang: kommissioniert, auf dem Weg zum Lkw
- Retouren: zurückgekommen, noch nicht bewertet
- je nach Betrieb: Kühlbereich, Gefahrstofflager, Zolllager
Die Trennung ist mehr als Ordnung. Ware im Sperrbereich darf nicht kommissioniert werden, Ware im Zolllager nicht ohne Zollvorgang in den freien Verkehr. Das System muss den Bereich kennen, nicht nur der Mitarbeiter.
Lagerzonen: Plätze mit gleichen Eigenschaften
Innerhalb eines Bereichs fassen Lagerzonen Plätze mit gleichen Eigenschaften zusammen: gekühlt, für Schnelldreher, für eine Gefahrstoffklasse, für schwere Ware. Die Begriffe Bereich und Zone werden in der Praxis oft gleich verwendet. Entscheidend ist, dass jede Unterteilung, die für Einlagerung und Kommissionierung zählt, auch im System steht.
Welche Artikel in welche Zone gehören, ist eine eigene Frage. Dazu mehr unter Slotting und, für die Greifhöhe, unter Golden Zone.
Lagerplätze eindeutig benennen
Ein Lagerplatzname muss vor allem eines sein: eindeutig. Darüber hinaus hilft ein Schema, das der Mitarbeiter lesen kann, ohne auf den Scanner zu schauen. Bewährt hat sich Gang-Feld-Ebene, etwa 02-14-03 für Gang 2, Feld 14, Ebene 3. Ein paar Regeln aus der Praxis:
- führende Nullen verwenden, damit 02 vor 10 sortiert
- Gänge und Felder in Laufrichtung nummerieren
- Lücken für spätere Regale lassen
- keine Zeichen, die sich verwechseln lassen, etwa O und 0 oder I und 1
- das Etikett am Platz trägt denselben Namen wie das System, Zeichen für Zeichen
Die Pickreihenfolge folgt auch dem Artikel
Die Reihenfolge, in der Lagerplätze beim Kommissionieren angelaufen werden, folgt zuerst dem Weg. Sie sollte aber auch dem Artikel folgen. Schwere Ware gehört nach unten in den Behälter, also wird sie zuerst gegriffen. Zerbrechliches kommt zuletzt obendrauf. Was nicht stapelbar ist, braucht einen eigenen Platz auf dem Wagen.
So macht es BizBloqs
Im Lagerverwaltungssystem BizBloqs ist die Lagerstruktur Standard, in jeder Stufe und ohne Modul:
- Baum ohne feste Tiefe: Lager, Zonen, Gänge, Lagerplätze, so viele Stufen wie Ihr Lager braucht
- Zonentypen: Wareneingang, Warenausgang, Qualität, Zolllager und weitere
- Eigenschaften je Lagerplatz, ohne Begrenzung: Maße, Traglast, Temperatur oder was sonst für Ihr Lager zählt
- Artikel und Aufträge auf Lagerplätzen, für Kommissionierung und Wareneingang
- kein festes Benennungsschema: Sie behalten Ihre Namen; die einzige Regel ist, dass jeder Name eindeutig ist
- Pickreihenfolge, die auch Artikeleigenschaften folgen kann: Gewicht, zerbrechlich, stapelbar und weitere
Eingerichtet wird über eine Lagerplatzliste. Sie füllen sie aus, und BizBloqs lädt sie. Sie müssen also nicht jeden Platz einzeln anlegen. Wie die Lagerplätze danach im Alltag verwaltet werden, steht unter Lagerplatzverwaltung; wie Sie die Fläche selbst besser nutzen, unter Lagerfläche.
Vorlage: Lagerplatzliste Download folgt
Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Lager
Gibt es in Ihrem Lager zwei Plätze, die gleich heißen oder gleich beschriftet sind?
Weiß Ihr System, dass Ware im Sperrbereich nicht kommissioniert werden darf, oder weiß es nur der Mitarbeiter?
- Was gehört zur Lagerstruktur?
- Die Gliederung des Lagers vom Großen ins Kleine: Lagerbereiche und Lagerzonen, darin Gänge, Regale, Ebenen und Fächer, also die einzelnen Lagerplätze. Dazu gehört, welche Eigenschaften jeder Lagerplatz hat und in welcher Reihenfolge kommissioniert wird.
- Welche Lagerbereiche gibt es?
- Typisch sind Wareneingang, Qualitätsprüfung oder Sperrbereich, Reservelager, Kommissionierzone, Packen und Warenausgang, dazu je nach Betrieb Retouren, Kühlbereich, Gefahrstofflager oder Zolllager.
- Was ist der Unterschied zwischen Lagerbereichen und Lagerzonen?
- Die Begriffe werden oft gleich verwendet. In der Praxis beschreibt ein Lagerbereich meist den Zweck (Wareneingang, Kommissionierung), eine Lagerzone eine Unterteilung mit gemeinsamen Eigenschaften (gekühlt, Schnelldreher, Gefahrstoffklasse). Wichtig ist nur, dass das System beides abbilden kann.
- Wie benenne ich Lagerplätze?
- Mit einem Schema, das jeder Mitarbeiter lesen kann, etwa Gang-Feld-Ebene wie 02-14-03, mit führenden Nullen und ohne leicht verwechselbare Zeichen. Die einzige feste Regel in BizBloqs: Jeder Name ist eindeutig.
- Ist die Lagerstruktur in BizBloqs ein Modul?
- Nein. Baumstruktur, Zonentypen, Eigenschaften je Lagerplatz und Pickreihenfolge sind in jeder Stufe Standard.